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Swiss Central verliert Spiel - und Chatman 

 

Austin Chatman (am Ball) fällt mehrere Wochen aus. Foto: Philipp Schmidli

 

Swiss Central Basketball bleibt im ersten Spiel gegen Genf chancenlos. Noch viel bitterer: US-Spielmacher Austin Chatman fällt voraussichtlich mehrere Wochen aus.

 

Am Ende gab es doch noch einen warmen Applaus für das Heimteam – genauer gesagt: Für die beiden jüngsten auf dem Spielfeld. U18-Nationalspieler Laurent Zoccoletti und SCB-Eigengewächs Alexis Birboutsakis (16) sorgten kurz vor Spielschluss mit ihren ersten NLA-Punkten für einen der wenigen Lichtblicke des gestrigen Nachmittags. Natürlich dienten die Korberfolge der beiden Talente höchstens zur Ergebniskosmetik – doch immer sind sie ein Zeichen dafür, dass bei SCB auch dieses Jahr wieder gute Nachwuchsspieler den Sprung in die höchste Liga schaffen könnten.

Ansonsten gibt es aus SCB-Sicht wenig Positives über den Saisonauftakt zu berichten. Das Heimteam blieb gegen den aktuellen Cupsieger aus Genf chancenlos. Nationalspieler Arnaud Cotture eröffnete das Spiel mit drei kräftigen «Slam-Dunks» und machte damit von Anfang an klar, wer in der Maihofhalle das Sagen haben würde. Richtig bitter wurde der Saisonauftakt für Swiss Central aber nach knapp 7 Minuten: SCB-Amerikaner Austin Chatman verletzte sich in einer Verteidigungsaktion so unglücklich am Finger, dass er das Feld verlassen musste und nicht mehr weiterspielen konnte. Damit nicht genug: Der anschliessende Untersuch im Luzerner Kantonsspital ergab einen Sehnenabriss an der linken Hand. 

 

Ausfall fällt schwer ins Gewicht  

Chatman dürfte damit für mehrere Wochen ausser Gefecht gesetzt sein. Für SCB-Cheftrainer Danijel Eric eine Hiobsbotschaft: «Der Ausfall schmerzt uns sehr», so der konsternierte Coach nach dem Spiel. «Ich weiss im Moment noch nicht, wie wir diesen Wegfall kompensieren sollen.» Mit dem verletzungsbedingten Ausfall verliert das Team nicht nur ihren Spielmacher und damit den Dreh- und Angelpunkt des eigenen Spiels – sondern auch einen von zwei Profispielern.  

Während ein Spitzenteam wie Genf einen solchen Ausfall mehr oder weniger locker kompensieren könnte, stellt die Situation Swiss Central vor massive Probleme. Fakt ist: Fortan verfügt das Team nur noch über einen einzigen Profispieler (US-Center Eric Thompson); selbst in der NLB wäre Swiss Central damit eine Aussenseiterrolle gewiss. «Die fehlende Breite war schon immer ein Problem in unserem Kader», so Danijel Eric. «Sind alle Spieler gesund, können wir an einem guten Tag gegen alle Teams mithalten. Wenn sich aber nur einer unserer Schlüsselspieler verletzt, wird es sehr schwierig.» Und genau das ist gestern passiert – ausgerechnet zum Saisonstart. Diesen hätte sich wohl nicht nur Danijel Eric, sondern auch die zahlreich erschienenen Zuschauer anders vorgestellt.

Plüss: «Wir geben nicht auf»  Wie SCB mit dem Verlust von Austin Chatman umgehen wird, wird sich am nächsten Wochenende zeigen: Dann treffen die Zentralschweizer auswärts auf die Spitzenmannschaft von Lugano. Leicht dürfte auch dieses Spiel nicht werden – ganz im Gegenteil. SCB-Captain Michael Plüss mag den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken: «In den vergangenen zwei NLA-Saison haben wir schon so manches Tief erlebt.» Die schwierigen Situationen hätten das Team stärker gemacht. «Wir haben vielleicht am wenigsten Profis – aber aufgeben werden wir deswegen noch lange nicht!»      

 

NLA, 1. Runde, Sonntag, Maihof: 650 Zuschauer

Swiss Central – Lions de Genève 61:86 (21:41)

SCB: Tomic 10, Plüss 14, Lehmann 13, Chatman 3, Thompson 10, Mandic, Morandi 3, Fankhauser, Birboutsakis, 2, Kairavicius 4, Zoccoletti 2. Coach: Eric / Valis. – Die besten Scorer bei Genf: Addison 21, Kovac 12, Mladjan 12, Cotture 10. – Bemerkung: Chatman (USA) fällt in der 7. Minute verletzt aus. 

 

Daniel Schriber

 

 

Am Sonntag startet Swiss Central in die dritte NLA-Saison. Dieses Jahr gibt es erstmals seit längerem wieder einen Absteiger – mit dieser Rolle will SCB jedoch nichts zu tun haben.

Bild: Nadja Schärli, Luzerner Zeitung

Vor einem Jahr startete Swiss Central Basketball (SCB) furios in die Saison. Mit vier Heimsiegen in Folge verblüffte der Verein nicht nur die ganze Basketballschweiz – er legte dafür auch den Grundstein zur erstmaligen Playoff-Qualifikation. Obwohl SCB in der Viertelfinalserie gegen Fribourg chancenlos blieb, ist für Präsident Thomas Müller klar: «Die vergangene Saison war aus sportlicher Sicht sensationell – und wir dürfen von unserer Mannschaft nicht erwarten, dass sich diese tolle Leistung einfach so wiederholen lässt.»

Am kommenden Sonntag startet SCB gegen den Vizemeister und Cupsieger aus Genf ins neue Meisterschaftsjahr. Und natürlich sind die Rollen zwischen den beiden Teams auch dieses Jahr klar verteilt. Dennoch stellt sich die Frage: Hat Swiss Central das Potenzial, um auch dieses Jahr wieder für Überraschungen zu sorgen? Eine Auslegeordnung.

Wie wird gespielt?

Die NLA wurde auf diese Saison hin von elf auf zwölf Mannschaften aufgestockt. Nebst Aufsteiger Riviera Lakers mischt erstmals auch das Fusionsprojekt Pully-Lausanne in der höchsten Liga mit. Aus der Deutschschweiz sind nebst Swiss Central nur noch Winterthur und die Starwings Regio Basel in der NLA vertreten. Zum Modus: Zwischen Oktober und April finden drei Spielrunden statt. Nach den 27 Qualifikationsspielen qualifizieren sich die besten acht Teams für die Playoffs. Zudem gibt es dieses Jahr erstmals seit längerem wieder einen Absteiger.

Das Kader

Swiss Central setzt auch in der neuen Saison mehrheitlich auf Eigengewächse: Angeführt wird die Mannschaft vom langjährigen Captain Michel Plüss. Auch die beiden 21-jährigen Innenspieler Branko Tomic (2,00 m) und Luka Mandic (2,05 m) sind wieder dabei – und werden in der neuen Saison noch mehr Verantwortung übernehmen dürfen (und müssen). Gespannt sein darf man zudem auf Marco Lehmann (1,86 m). Der 23-jährige Klotener absolvierte letztes Jahr seine erste NLA-Saison – und avancierte zugleich zum besten Schweizer Punktesammler der Liga. Starke Leistungen in sämtlichen Testspielen geben Grund zur Annahme, dass sich Lehmann dieses Jahr gar noch weiter steigern könnte.

Die Neuen

Während SCB in der neuen Saison mit Ausnahme von Nikola Stevanovic (neu bei Winterthur) alle Schweizer Schlüsselspieler erhalten bleiben, kam es bei den ausländischen Spielern zu Veränderungen. Mit Austin Chatman (24/1,83 m) und Eric Thompson (24/2,03 m) setzt SCB auf zwei neue Amerikaner. Als Spielmacher wird besonders Chatman eine entscheidende Rolle übernehmen. In den Vorbereitungsspielen bewies der Texaner, dass er nicht nur über einen guten Wurf, sondern auch über einen starken Antritt sowie ein Auge für seine Mitspieler verfügt. Als dritten Ausländer verpflichtete SCB den Litauer Martynas Kairavicius. Im Gegensatz zu den beiden Amerikanern hat der 29-Jährige keinen Profistatus. Kairavicius, der in Zürich wohnt und arbeitet, spielte in den vergangenen Jahren bei GC in der NLB. Neu im Kader sind zudem die beiden Talente Alexis Birboutsakis (16) aus dem eigenen Nachwuchs sowie der von GC kommende U18-Nationalspieler Laurent Zoccoletti (17). Beide werden dieses Jahr erstmals NLA-Luft schnuppern.

Wer sind die Favoriten?

Einen eindeutigen Favoriten zu nennen, ist schwierig. Klar scheint hingegen, dass der Titel dieses Jahr wiederum ennet des Röstigrabens und südlich des Gotthards ausgespielt werden dürfte. Die fünf «grossen» Teams heissen Monthey, Genf, Lugano, Neuchâtel und Fribourg – aber auch in der zweiten Tabellenhälfte gibt es Teams, welche für Überraschungen sorgen könnten. «Die Liga ist insgesamt ausgeglichener geworden», sagt SCB-Cheftrainer Danijel Eric. Um die Playoffs zu erreichen, muss Swiss Central mindestens vier Teams hinter sich lassen. Zu den direkten SCB-Konkurrenten gehören voraussichtlich Winterthur, die Starwings Regio Basel, Boncourt, Massagno sowie der Aufsteiger aus Vevey (Riviera Lakers).

Wie viel Geld ist im Spiel?

Die Saison ist neu, doch die Probleme sind die alten. Das Geld ist und bleibt die grosse Sorge von Swiss Central. Von drei oder gar vier Profispielern, wie sie in den meisten anderen Teams Standard sind, können die Zentralschweizer mit ihrem Budget von rund 200000 Franken nur träumen. Mehr als kleine Spesenverträge liegen für die Schweizer Spitzenspieler und auch für den Litauer Kairavicius nicht drin. Der 29-Jährige wurde von Journalisten deshalb schon als «Feierabend-Profi» betitelt. Dass der wurfstarke Litauer zumindest spielerisch viel mehr als das ist, bewies er in der Vorbereitung gleich mehrfach.

Hinweis: Sonntag, 16.00, Maihof. NLA, 1. Spieltag: Swiss Central – Lions de Genève.

 
 

 

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Mit herzlichem Dank


Swiss Central Basketball         

 

 

Der SCB-Flügel wurde als Schweizer Topscorer ausgezeichnet

 

Vor eineinhalb Jahren spielte er noch in der NLB – und nun wurde Marco Lehmann an der «Indoorsports»-Gala im Berner Kursaal zum Topscorer gekürt. Umso mehr freuen wir uns  darüber, dass der wurfstarke Flügelspieler auch in der kommenden Saison für SCB auf Korbjagd geht. 

 

 

Die vierte «Topscorer-Gala» der Mobiliar hat sie wieder alle zusammengeführt: Die wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter der Hallensportarten Unihockey, Volleyball, Handball und Basketball sowie Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft. Über 600 Gäste, darunter die acht kompletten Meisterteams der letzten Saison, gaben sich am Montagabend im Berner Kursaal ein schillerndes Stelldichein. Auch Bundesrat Guy Parmelin liess es sich nicht nehmen, der Hallensportfamilie einen Besuch abzustatten.

«Auszeichnung bedeutet mir sehr viel»

Ein besonderer Abend war die Topscorer-Gala auch für Marco Lehmann. Der 23-jährige Klotener wurde in Bern zum Schweizer Topscorer gekürt. Mit 14,42 Punkten pro Spiel erzielte Lehmann in der «Regular Season» mehr Punkte als jeder andere Schweizer NLA-Spieler. Für Lehmann, der erst vor einem Jahr den Sprung von der NLB in die NLA wagte, ist es der bislang grösste Erfolg seiner Karriere. «Ich hätte nie gedacht, dass mir dieses Kunststück gleich in meiner ersten NLA-Saison gelingen würde», so Lehmann. Die Auszeichnung bedeute ihm sehr viel. «Ich freue mich auch deshalb über den Award, weil damit einmal mehr bewiesen wurde, dass auch wir Deutschschweizer Basketball spielen können.» Fakt ist nämlich: Noch immer hinkt der Basketballsport im Vergleich zur Romandie und zum Tessin zurück.

«Es freut mich, wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass unser Sport auch in unserer Region populärer wird», so Lehmann weiter. Nach den Feierlichkeiten von gestern Abend freut sich Marco Lehmann nun auf den bevorstehenden Saisonstart mit Swiss Central Basketball. «Ich bin motivierter denn je und überzeugt, dass wir mit unserem Team einen weiteren Schritt nach vorne machen können.»

 

Die Mobiliar bleibt dem Hallensport treu

Am Rande der Gala wurde bekannt, dass die Mobiliar dem Hallensport die Treue hält. Die Verträge mit den vier Verbänden wurden bis Sommer 2021 verlängert. Somit werden die besten Punktesammlerinnen und -sammler pro NL-A-Team drei weitere Jahre im Dress des Mobiliar Topscorers spielen. Ende Saison fliessen über die Topscorerwertung insgesamt 400’000 Franken in die Nachwuchsabteilungen der Klubs der höchsten Spielklasse.

 

 

 
 
Es war bis zuletzt ein offenes Spiel – doch am Ende hats knapp nicht gereicht. SCB unterliegt im Finale des Novartis Cups 2017 gegen die Lugano Tigers mit 78:83 und beendet das Vorbereitungsturnier auf dem guten 2. Rang. «Ich habe an diesem Wochenende einige sehr gute Ansätze gesehen», meinte Cheftrainer Danijel Eric nach dem Spiel. «Gleichzeitig gibt es aber auch viele Punkte, an denen wir in den letzten beiden Vorbereitungswochen noch arbeiten können und müssen.»
 
Novartis Cup 2017, Sonntag, Finalspiel:
 
Swiss Central - Lugano 78:63 (36:42)
 
SCB: Morandi 8, Thompson 13, Birboutsakis, Chatman 18, Kairavicius 13, Lehmann 21, Mandic 5, Volic. Coaches: Eric / Mihajlovic. Abwesend: Plüss (Ausland), Tomic (Nationalmannschaft).
 
Nächstes Testspiel: Mittwoch, 20 Uhr, Ruopigen: SCB - Starwings Basket Regio Basel
 
 
 

 

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