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Feste Grösse in der NLA – trotz bescheidener Geldmittel

 

Swiss Central Basketball trifft heute Sonntag (16.00, Maihof, Luzern) auf die Starwings aus Basel. Trotz finanzieller und personeller Sorgen sind die Basler seit Jahren eine feste Grösse in der NLA.

 

 

Manchmal geschehen im Sport Dinge, die sich kaum rational erklären lassen. Ein solches Ereignis war auch der Cup-Sieg einer Basketballmannschaft aus dem Baselbiet im April 2010. Mit dem 91:83-Sieg über den Tessiner Traditionsverein Vacallo sorgten die Starwings Regio Basel für eine Sensation. Denn eines war, ist und bleibt wohl auch die Realität im Basketballsport: Die Deutschschweiz darf zwar mitspielen – jedoch nur als Nebendarsteller.

Mittendrin beim damaligen Finalspiel war Roland Pavloski – Gründer und heutiger Coach jenes Vereins, der sich nun schon seit zwölf Jahren in der höchsten Liga behauptet. Lange Zeit waren die Baselbieter gar die einzigen NLA-Vertreter unserer Sprachregion. Mittlerweile sind mit Winterthur und Swiss Central zwei weitere Teams dazugekommen.

Das Geld als grösste Sorge

Die «Wings», die ihre Heimspiele in Birsfelden austragen, sind den Konkurrenten aus Zürich und der Zentralschweiz mindestens einen Schritt voraus. Trotzdem betont Pavloski, dass er die NLA-Teilnahme auch nach mehr als zehn Jahren nicht als Selbstverständlichkeit betrachte. Im Gegenteil: «Es ist jedes Jahr wieder ein enormer Kraftakt.» Wie bei der Konkurrenz aus der Zentralschweiz hat die grosse Sorge auch am Rhein vier Buchstaben: Geld.

Zwar ist das Budget der Starwings mit 350 000 Franken gut 150 000 Franken höher als jenes der Zentralschweizer – im Vergleich zu den Spitzenklubs sind das jedoch ebenfalls bescheidene Mittel. Tatsache ist zudem: Just im Jahr des Cupsiegs verschuldeten sich die Basler um mehrere hunderttausend Franken. Mittlerweile hat der Klub seine Finanzen wieder im Griff – auch dank treuer Sponsoren. «Wir geben nur noch Geld aus, das auch wirklich vorhanden ist», erklärt Pavloski die Klubphilosophie.

Gesucht: Motivierte Schweizer Spieler

Die zweite grosse Herausforderung sei die Rekrutierung von Schweizer Spielern. «An Spielern, die NLA spielen könnten, mangelt es nicht. Das Problem ist, dass nur wenige bereit sind, den Preis für dieses Abenteuer zu bezahlen.» Tägliche Trainings, regelmässige Reisen durch das ganze Land, keine garantierte Spielzeit – und nur kleine oder gar keine finanzielle Entschädigung. Für viele junge Sportler sind das keine spannenden Perspektiven. «Immer weniger sind bereit, diesen Aufwand auf sich zu nehmen», weiss Palovski. Und wenn doch, so sei dies nicht selten mit unrealistischen Geldforderungen verbunden.

Gross ist der Respekt, den Pavloski für die Arbeit der Zentralschweizer hat. «Swiss Central setzt zu einem grossen Teil auf regionale Spieler und zeigt bis jetzt eine starke Saison – vor allem zu Hause.» Trotzdem ist der Starwings-Coach zuversichtlich. «Wenn es uns gelingt, unsere normale Leistung abzurufen, werden wir das Derby für uns entscheiden.» Auf die langfristigen Ziele seines Vereins angesprochen, sagt Pavloski: «Wir sind zu einer festen Grösse in der NLA geworden – und so soll es auch bleiben.» Sportlich haben sich die Baselbieter die Playoffs zum Ziel gesetzt. Das Wichtigste aber sei, dass der Verein seine Finanzen im Griff behalte. «Wenn uns das gelingt, werden wir auch in Zukunft für die eine oder andere Überraschung sorgen.»

Übrigens: Beim Cupsieg der Starwings vor fünf Jahren feierte auch ein Luzerner mit. SCB-Cheftrainer Danijel Eric war damals als Assistenztrainer dabei.

 

ZUM PDF

Autor: Daniel Schriber 

Zum Jahresauftakt wartet ein harter Brocken auf Swiss Central Basketball. Das Spiel gegen Union Neuchâtel gibts am heutigen Freitag ab 19.30 Uhr live im Internet-Stream von Swiss Basketball TV zu sehen: 

 

 

Zum Start der zweiten Meisterschaftsrunde begrüsst unsere Mannschaft die Starwings Regio Basel zum Deutschschweizer Derby.

 

 

Ein feines Fondue, Lob und Tadel vom Samichlaus und (fast) die ganze SCB-Familie an einem Tisch. Die Weihnachtsfeier 2016 war ein voller Erfolg :-)

Herzlichen Dank an das  Restaurant & Pizzeria Don Carlos für die – wie immer – sensationelle Bewirtung und die tolle Gastfreundschaft!

 

IMPRESSIONEN

 

 

 

«Böses» Wiedersehen mit Rich Carter

 

Trotz komfortabler Halbzeitführung verliert Swiss Central in Boncourt 67:76. Eine enttäuschende Niederlage, welche die Zentralschweizer auch die erstmalige Ligacup-Qualifikation kostet.

 

 

Danijel Eric kann seine Enttäuschung an der Pressekonferenz nach dem NLA-Spiel in Boncourt nicht verbergen. «Diese Niederlage ist sehr enttäuschend.» Eine Erklärung hatte Eric so kurz nach Spielschluss noch nicht gefunden. Stattdessen überwog beim SCB-Coach der Frust: «Vielleicht waren einige unserer Spieler im Kopf schon in den Weihnachts­ferien. Anders kann ich mir diese Leistung nicht erklären.»

 

In der Tat zeigten die Zentralschweizer gestern erneut zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Während Swiss Central am Freitag nach einer tollen Aufholjagd gegen Co-Leader Monthey zurecht viel Lob einheimste, war es in Boncourt genau umgekehrt. Die Mannschaft startete gut in das Spiel und führte zur Halbzeit mit 12 Punkten Vorsprung. Danach folgte der komplette Einbruch. Angefeuert von einem sensationellen Publikum, das im Schweizer Basketball seinesgleichen sucht, gelang es Boncourt, den Rückstand Punkt um Punkt aufzuholen und letztlich den verdienten Sieg einzufahren.

 

Boncourt-Profis mit Cannabis erwischt

Nach dem Schlusspfiff brachen im «Heizkessel», wie die Boncourt-Halle aufgrund der besonders hitzigen Atmosphäre auch genannt wird, minutenlange Feier­lichkeiten aus. Kein Wunder: Der BC Boncourt wartete seit einem Monat auf einen Erfolg in der NLA. Kommt hinzu, dass es bei den Jurassiern zuletzt stark brodelte: Weil drei Spieler positiv auf Cannabis getestet wurden, schickte die Vereinsführung gleich ihr komplettes US-Profi-Trio nach Hause. Richard Carter, der als Ersatz unter Vertrag genommen wurde, kam erst am Donnerstag im Jura an. Dass ausgerechnet der Neuzugang mit 19 Punkten einen wesentlichen Anteil am Sieg hatte, ist aus Zentralschweizer Sicht besonders bitter. Noch in der vergangenen Saison avancierte der Amerikaner im Trikot von Swiss Central zum Liga-Topskorer. Und nun sorgte er zwei Minuten vor Spielschluss mit einem wilden Korbleger in ­typischer Carter-Manier für die Vorentscheidung.

 

«Ich freute mich, meine alten Teamkollegen wiederzusehen», sagte Carter nach dem Spiel. «Aber sobald wir das Spielfeld betreten, endet die Freundschaft.» Zur Aufholjagd und zum Sieg sagte Carter: «Der Coach appellierte an unseren Spirit, an unseren Stolz. Wir wussten, dass wir nur über den Kampf ins Spiel zurückfinden werden.» Kampf, Spirit, Stolz. All das schien bei Swiss Central in der zweiten Hälfte nur mangelhaft vorhanden zu sein.

 

Und so beenden die Zentralschweizer die Vorrunde nicht mit einem feinen Auswärtssieg, sondern mit der dritten Niederlage in Serie. Statt sich in den Top 5 zu festigen, fällt Swiss Central auf Platz 7 zurück. Und statt am Mittwoch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte am Ligacup teilzunehmen, geht es für die Zentralschweizer frühzeitig in die Weihnachtspause.

 

Es ist ein enttäuschendes Ende einer ansonsten sehr erfolgreichen Vorrunde. Denn trotz des gestrigen Auftritts darf nicht vergessen werden, dass sich Swiss Central dank tollen Auftritten in der Maihofhalle in der Basketball-Schweiz einen Namen gemacht hat. Für Danijel Eric war das gestern nur ein schwacher Trost. «Es stimmt, wir haben zu Hause gute Leistungen gezeigt. Wenn wir uns aber langfristig in der NLA etablieren wollen, müssen wir solche Leistungen auch auswärts abrufen können. Wir haben definitiv noch viel Arbeit vor uns.»

 

Bericht: Daniel Schriber 

 

Männer, NLA

10. Runde: Boncourt - Swiss Central 76:67. Starwings Regio Basel - Fribourg 69:92 (38:56). Monthey - Lausanne 91:83 (41:44). SAM Massagno - Union Neuchâtel 94:107 (58:52). Winterthur - Lions de Geneve 98:107 (48:51) n. V.

 

BITTERE NIEDERLAGE IN BONCOURT

 

Rich Carter im Duell gegen Nemanja Kovacevic. Foto: Foto: Alexia Sutterlet

 

Wie schon gegen den BBC Monthey zeigte Swiss Central auch in Boncourt zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Nach einer starken ersten Halbzeit folgte in der zweiten Hälfte der Komplett-Einbruch. Aufgrund der bitteren Niederlage fällt SCB in der Tabelle auf Rang 7 zurück – auch aus der erstmaligen Ligacup-Teilnahme wird trotz besten Voraussetzungen leider nichts. Mit 19 Punkte der zweitbeste Scorer beim Basket-Club Boncourt: Rich Carter... 

 

Der ausführliche Matchbericht folgt morgen.

 

NLA, 10. Runde, Boncourt: 1200 (sensationelle!) Zuschauer

 

BC Boncourt – Swiss Central 76:67 (32:44)

 

SCB: Veselinov 18, Morandi, Brown 14, Kovacevic 19, Tomic, Domingos, Lehmann 8, Mandic 3, Plüss 5, Stevanovic. – Coach: Eric / Ilic. Beste Punktesammler bei Boncourt: Calasan 20, Carter 19, Gaillard 14, Kostic 10.  Foto: Alexia Sutterlet

 

 

Der Start tut weh – die zweite Hälfte erfüllt uns mit Stolz. Und am Ende gilt das, was auch im Matchbericht steht: Der Sieg des BBC Monthey ist nicht unverdient. Aber das wäre ein Sieg von Swiss Central Basketball definitiv auch nicht gewesen.

Mit diesem 7-minütigen Highlight-Video nehmen wir euch noch einmal zurück zum gestrigen Advents-Krimi in der Wartegg. Nebst den entscheidenden Spielszenen erfährt ihr in dem Video auch, was Veselin Veselinov und Marco Lehmann zum Spiel zu sagen haben.

Und ab jetzt schauen wir nur noch vorwärts: Wir freuen uns auf das morgige Wiedersehen mit Rich Carter und seinem Basket-Club Boncourt!

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