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Colin Voss ist ein Multitalent. Zu Schulzeiten spielte der Amerikaner nicht nur Basketball, sondern auch American Football. Letztlich war die Liebe für Slam-Dunks, Blocks und Sprungwürfe aber grösser als für Touchdowns und Interceptions. Nach seiner College-Karriere an der Universtität von North Texas sammelte der 25-jährige Power Forward in den vergangenen zwei Jahren erste Erfahrungen als Profispieler in Europa. Nach einer Spielzeit bei Castellano Cerignola in der italienischen Serie C, wechselte Colin zu Beginn dieser Saison zum bulgarischen Verein Balkan Botevgrad.

Mit seiner Grösse (2.01m) wird Colin Voss SCB insbesondere unter dem Korb unterstützen. «Er ist ein vielseitiger Spieler, der im Angriff wie auch in der Verteidigung Akzente setzen kann», so SCB-Sportchef Norbert Valis. Ob Colin Voss bereits am Sonntag in Massagno zum Einsatz kommen wird, ist offen.

 

Es fehlte nur ganz wenig!

 

 

Swiss Central Basketball zeigt in Lugano eine beachtliche Leistung und unterliegt den Tigers nur knapp. Nach einer starken ersten Halbzeit (30:31) verschliefen die Gäste aus der Innerschweiz zwar den Start in die zweite Hälfte – doch im Schlussviertel kämpfte sich das Team von Cheftrainer Danijel Eric noch einmal zurück. 90 Sekunden vor Schluss lagen die Zentralschweizer nur gerade mit 3 Punkten zurück! Am Ende war es jedoch Jugendnationalspieler Axel Louissaint, der mit einem Dreipunktewurf aus der Ecke für die Vorentscheidung zugunsten des Heimteams sorgte.

 

Hoch zu bewerten ist die SCB-Leistung insbesondere auch deshalb, weil SCB nur gerade mit zwei Profispielern ins Tessin reiste. Die Schweizer SCB-Spieler erledigten ihre Aufgabe ok bis bärenstark – und kein Spieler traf an diesem Abend besser als Marco Lehmann. Der 23-jährige Wurfspezialist erzielte 23 Punkte – darunter vier erfolgreiche Dreier.

 

Fazit: Es war ein Spiel, das Mut macht. Lugano lag trotz unterschiedlichster Voraussetzungen (Budget, Profis!) stets in Reichweite für SCB. Nächste Woche folgt bereits die nächste Chance: Es geht erneut ins Tessin – dieses Mal jedoch nach Massagno.

 

LET’S GO CENTRAL!

 

 

Lugano Tigers - Swiss Central Basketball 66:58 (30:31)

 

SCB: Kovacevic 13, Morandi , Brown 9, Tomic 3, Domingos, Lehmann 23, Mandic, Plüss 5, Stevanovic 5. Coach: Eric. – Die besten Scorer bei Lugano: Williams 15, Everett 11, Stockalper 7, Louissaint 7. 

Rhamel Brown und Veselin Veselinov verlassen Swiss Central

 

Luzern, 13. Januar – Swiss Central Basketball muss zwei namhafte Abgänge wegstecken: Sowohl Topscorer Veselin Veselinov als auch Rhamel Brown machen von ihrer Ausstiegsklausel Gebrauch. Die SCB-Leistungsträger konnten in Bulgarien (Veselinov) und in der Dominikanischen Republik (Brown) höher dotierte Verträge unterzeichnen. 

 

 

Der ehemalige Bulgarische Nationalspieler Veselin Veselinov hat die Schweiz bereits verlassen. Mit 15,5 Punkten pro Spiel war der 33-Jährige Routinier in dieser Saison der beste SCB-Scorer – nun jedoch hat er einen Vertrag bis Ende Saison bei Lewski Sofia unterzeichnet. US-Center Rhamel Brown (24) wird den Innerschweizern noch bis Ende Januar zur Verfügung stehen. Anschliessend wird der Verteidigungsspezialist in die Dominikanische Republik wechseln.

Swiss Central bedauert die Abgänge der beiden Spieler sehr: «Beide waren nicht nur massgeblich am guten Saisonstart von Swiss Central beteiligt, sie passten auch menschlich hervorragend zu SCB», so Sportchef Norbert Valis. «Ihre professionelle Einstellung ist vorbildlich.»

Aufgrund der finanziell angespannten Lage war es Swiss Central zu Beginn der Saison nicht möglich, seinem Ausländer-Trio garantierte Verträge für die gesamte Saison vorzulegen. Im Gegensatz zu Brown spielte Veselinov zudem nicht als Profi, sondern nur für ein kleines Spesengeld. Der Bulgare mit abgeschlossenem Wirtschaftsstudium war in den vergangenen Monaten darum bemüht, in der Schweiz auch beruflich Fuss zu fassen – leider jedoch ohne Erfolg.

«Die Ausstiegsklausel gilt für beide Parteien – die Spieler und den Verein», erklärt Norbert Valis. Er betont, dass man Veselinov und Brown gerne bis Ende Saison «oder sogar noch länger» behalten hätte. Der Verein sei aktuell bemüht darum, zumindest für einen der beiden Abgänge einen Ersatz zu finden. Wann ein neuer Spieler dem Verein zur Verfügung stehen wird, ist offen.

Swiss Central Basketball bedankt sich bei Veselin Veselinov und Rhamel Brown für den tollen Einsatz und wünscht den beiden für ihre Zukunft alles Gute. 

 

GOOD NEWS

 

 

Der U19-Mannschaft von Swiss Central Basketball gelang, was das NLA-Team vergebens versuchte: Der SCB-Nachwuchs schlägt die Starwings mit 80:64. Good Job, guys!

 

 

 

 

 

 

Es war ein enttäuschender Abend – ein echter Rückschlag: SCB kassiert gegen die Starwings Basket Regio Basel die fünfte Niederlage in Folge. Die Leistung von Swiss Central war insbesondere im zweiten Viertel schwach. Richtig hitzig wurde die Partie dann in den letzten 20 Minuten. Captain Michael Plüss bilanziert: «Wir haben uns zu sehr in die Geschehnisse hineingesteigert, was sich am Ende negativ auf unsere Leistung auswirkte.»

 

 

Die Luzerner Zeitung berichtet über das Derby gegen die Starwings:

 

Disqualifikation löst Pfeifkonzert aus

 

 

 

Ein Schiedsrichter hat viele Aufgaben: Er muss ein Spiel unparteiisch führen, regelwidriges Verhalten ahnden und in der Lage sein, situativ Fingerspitzengefühl zu zeigen. Vor allem sollte er seiner Arbeit vom Publikum möglichst unbemerkt nachgehen. Das Trio, das gestern das Spiel zwischen Swiss Central Basket (SCB) und den Starwings aus Basel leitete, tat das Gegenteil davon.

In den ersten 20 Minuten waren es vor allem die SCB-Spieler, die nicht zu überzeugen wussten. Nach einem schwachen Auftritt in Neuenburg am Freitag hatte sich das Team von Cheftrainer Danijel Eric gegen die Starwings viel vorgenommen. Doch wie am Freitagabend mangelte es in der Anfangsphase erneut an erfolgreichen Offensivaktionen. Auch die Intensität liess zu wünschen übrig. Und damit ausgerechnet jene Tugend, welche weder Talent noch Technik voraussetzt.

Nach der Pause kamen die SCB-Spieler wie verwandelt aus der Garderobe und zeigten, weshalb sie in der laufenden Saison zu Recht schon bessere Teams als die Starwings mit einer Nieder­lage nach Hause schickten. Swiss Central schaltete vor allem in der Verteidigung zwei Gänge höher und liess die Baselbieter kaum mehr zu Wurfchancen kommen.

Schiedsrichter sorgt zusätzlich für Unruhe

Doch nicht nur die Starwings hatten ihre Mühe mit der aufsässi­geren Verteidigung. Einer der Schiedsrichter brachte es fertig, sich in der entscheidenden Phase in den Mittelpunkt zu setzen. Er bestrafte nicht nur Veselinov und Lehmann mit technischen Fouls wegen Reklamierens, sondern schickte sechseinhalb Minuten vor Spielschluss sogar SCB-­Coach Danijel Eric vom Feld. Statt mit seinen Entscheiden für Ruhe zu sorgen, zog der Unparteiische die Missgunst des Publikums auf sich. Dieses begleitete den ohnehin schon chaotischen Match fortan mit Pfeifkonzerten. Es war das zweite Mal in der langjährigen Coaching-Karriere von Eric, dass er das Spiel vorzeitig verlassen musste. Entsprechend frustriert zeigte er sich nach dem Spiel. «Ich wollte eine Erklärung für die Pfiffe gegen Lehmann und Veselinov, doch statt Antworten zu erhalten, wurde ich rausgeschmissen.»

Erfolgserlebnis fehlt seit dem 3. Dezember

Das Spiel war auch deshalb so turbulent, weil die Zentralschweizer am Ende beinahe noch die Wende schafften. Knapp 20 Sekunden vor Schluss kam der Bulgare Veselinov bei einem 2-Punkte-Rückstand zu einem freien 3-Punkte-Versuch – doch der Ball verfehlte das Ziel knapp. Das Team von Danijel Eric, das so gut in die Meisterschaft gestartet ist, wartet nun seit dem 3. Dezember (Auswärtssieg in Winterthur) auf ein Erfolgserlebnis – entsprechend enttäuscht zeigte sich auch SCB-Captain Michael Plüss. Zum Thema Schiedsrichter wollte er sich nicht speziell äussern: «Vielleicht machten sie einige Fehler – aber wir definitiv auch. Wir haben uns zu sehr in die Geschehnisse hineingesteigert, was sich am Ende negativ auf unsere Leistung auswirkte.»

 

Daniel Schriber

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12. Runde: Swiss Central - Starwings Regio Basel 76:79. Boncourt - Fribourg Olympic 70:86 (37:43). Monthey - Winterthur 104:81 (57:38). Lugano Tigers - Union Neuchâtel 61:74 (29:37). Lausanne - Lions de Genève 76:91 (46:54).

Rangliste: 1. Monthey 12/20. 2. Fribourg Olympic 12/18. 3. Lions de Genève 11/16. 4. Starwings Regio Basel 12/16. 5. Union Neuchâtel 12/14. 6. Lugano Tigers 12/12. 7. Boncourt 12/10. 8. Swiss Central 12/10. 9. Lausanne 12/8. 10. Massagno 11/6. 11. Winterthur 12/0.

 

Swiss Central - Regio Basel 76:79 (29:43)

 

Maihof. – 500 Zuschauer. – Swiss Central: Veselinov (17), Morandi, Brown (14), Kovacevic (22), Tomic (5), Domingos, Lehmann (9), Mandic, Plüss, Stevanovic (3), Volic.

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