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Tessiner Offensive zu stark für SCB
 
 
 
Mit den Lugano Tigers war gestern das vielleicht beste Offensiv-Team der NLA zu Gast in der Maihofhalle. Im Spiel gegen Swiss Central punktete der Tabellenzweite zwar nicht dreistellig wie jüngst gegen die Starwings Regio Basel (115:84) – am Ende reichten aber auch 94 Punkte zum Sieg. «Wer so viele Punkte kassiert, kann gegen ein solches Top-Team nicht gewinnen», so SCB-Coach Danijel Eric. Trotzdem: Schämen müssen sich die SCB-Spieler für die Niederlage nicht. Immerhin erzielten auch sie 83 Punkte. Einmal mehr spielten die Zentralschweizer auf Augenhöhe mit einem der Top-Teams der Schweiz. Das gibt Mut für das nächste, wichtige Spiel: Am kommenden Mittwoch trifft SCB im Cup-Viertelfinale auf Schweizermeister Monthey (19.30 Uhr, Maihof)
 
NLA, 13. Runde, Freitag, Maihof: 200 Zuschauer
 
Swiss Central – Lugano Tigers 83:94 (40:50)
 
SCB: Lehmann 12, Chatman 22, Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius 12, Stallkamp, Mandic 4, Plüss 14, Thompson 19, Ganic. Coach: Eric / Mihajlovic. – Die besten Scorer bei Lugano: Padgett 27, Rambo 20, Carey 20 Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt)

Harte Arbeit zahlt sich aus: Gleich vier SCB-Talente wurden ins erweiterte Kader der Swiss Basketball Nachwuchs-Nationalmannschaften nominiert.

 

U16: Haris Jusovic und David Domingos

U18: Mirza und Mirnes Ganic

 

Wir sind stolz auf die Nominierung unserer vier U16-Schweizermeister und gratulieren nicht nur den Jungs, sondern auch ihrem Coach Zoran Popovic zu diesem tollen Erfolg!

 

PS: Wie das aussieht, wenn die vier Nati-Spieler zusammen auf dem Feld stehen, seht ihr im nachfolgenden Video.

 

 

Swiss Central: Aufholjagd nicht belohnt

 

Nach einer schwachen 1. Halbzeit (-23!) startet Swiss Central in der zweiten Hälfte dank tollem Einsatz zu einer fulminanten Aufholjagd. Belohnt wird diese am Ende jedoch nicht. Die Favoriten aus Genf setzen sich mit 76:66 durch. Und trotzdem: Hut ab vor dieser zweiten Halbzeit!

 

NLA, 12. Runde, Samstag, Salle Pommier, Zuschauer: 725

 

Lions de Genève – Swiss Central Basketball 76:66 (41:18)

 

SCB: Lehmann 11, Chatman 20, Mandic 1, Morandi, Birboutsakis 3, Zoccoletti 3, Kairavicius 10, Plüss 4, Thompson 14, Ganic. Coach: Eric. – Die besten Scorer bei Genf: Mladjan 19, Williams 12, Addison 10 – Bemerkungen: Swiss Central ohne Tomic und Fankhauser (beide verletzt), Stallkamp (privat abwesend)

Mittwoch, 13.12.17 – Swiss Central gewinnt im Probasket «Classic Cup» gegen den BC KS Limmattal mit 136:42. Damit steht SCB im Viertelfinal des Wettbewerbs. Wir wünschen unserem heutigen Gegner alles Gute für den weiteren Verlauf der Saison.

 

Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Und dann gibt es Dinge, die noch viel wichtiger sind. Lieber Samichlaus, die ganze SCB-Familie hat sich riesig über deinen gestrigen Besuch gefreut! Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die ihren Teil zum Erfolg der diesjährigen Weihnachtsfeier 2017 beigetragen haben – und nochmals ein grosses, herzliches HAPPY BIRTHDAY an SCB-Grillchef Jasmin Ganjic!

 

 

Während 30 Minuten ist das Spiel zwischen Swiss Central und Massagno ausgeglichen. Weil sie immer wieder zweite Wurfchancen erhalten, gewinnen die Tessiner am Ende dennoch deutlich.

 

Foto: Manuela Jans-Koch, LZ

 

Wie in jeder anderen Sportart gibt es auch im Basketball viele Statistiken, anhand deren sich der Verlauf eines Spiels analysieren lässt. Die Wurfquote ist eine davon, die Anzahl Ballverluste eine andere. Eine weitere aussagekräftige Statistik beschäftigt sich mit den sogenannten «Second Chance Points» – mit jenen Punkten also, die ein Team erst nach dem zweiten oder gar dritten Wurfversuch erzielt. Es sind Punkte, welche die meisten Trainer zur Weissglut bringen – denn schliesslich geht ihnen häufig ein verpasster Rebound vom Ring voraus.

Den Spielern von Swiss Central gelangen im gestrigen Spiel gegen Massagno nur gerade zwei «Second Chance Point». Bei den Tessinern waren es 23. Als logische Folge entschied Massagno auch die Rebound-Statistik (46:22) deutlich für sich. «Rebound-Arbeit hat nicht nur mit Kampf, sondern auch mit Timing und Konzentration zu tun», so SCB-Captain Michael Plüss. Gegen Massagno mangelte es den SCB-Spielern vor allem an Letzterer. Die Tessiner wiederum nahmen die Geschenke unter dem gegnerischen Korb dankend an.

Einbruch im Schlussviertel

Die neuerliche Niederlage ist aus SCB-Sicht auch deshalb ärgerlich, weil das Spiel auch ganz anders hätte enden können: Über weite Strecken des Spiels sahen die Zuschauer in der Maihofhalle gestern ein Duell auf Augenhöhe. Zwar gelang den Tessinern ein ­etwas besserer Start (18:13 nach dem ersten Viertel) – in den folgenden zwei Abschnitten aber gelang es dem Heimteam, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nach drei Vierteln lautete der Punktestand 55:56. «Zu diesem Zeitpunkt hätten wir den Sack zumachen müssen», so der enttäuschte SCB-Captain.

Wie schon bei der Heimniederlage vom vergangenen Mittwoch gegen Neuchâtel erfolgte der Einbruch von Swiss Central innert kürzester Zeit. Während das Heimteam mit einem Mini-Rückstand ins Schlussviertel startete, stand es eine Minute und acht Sekunden später auf einmal 55:65. Dass die Vorentscheidung zu Stande kam, lag einerseits an den individuellen Fehlern im Angriffsspiel, andererseits an der nahezu perfekten Wurfausbeute auf der anderen Seite.

Mit vier Siegen aus den ersten elf Spielen steht SCB aktuell auf Rang 9. Es ist eine gute Zwischenbilanz für das Team von Danijel Eric – denn schliesslich darf nicht vergessen werden, dass SCB in dieser Saison nur über zwei Profispieler verfügt.

Tessiner mit einem Profi mehr auf dem Feld

Bei Massagno standen gestern fast während der gesamten Spielzeit drei ausländische Profis gleichzeitig auf dem Feld. Ein weiterer folgte immer dann von der Bank, wenn einer der Kollegen eine kurze Pause benötigte. Von solchen Verhältnissen kann SCB nur träumen. «Unser Kader ist weniger breit, weshalb sich gegen Ende eines Spiels häufiger Fehler einschleichen», so Plüss. Oft seien es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten, so der Captain, «und genau an diesen werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten».

Übrigens: Trotz der frustrierenden Niederlage gegen Massagno gab es gestern Abend auch für Plüss und seine Teamkollegen noch Grund zur Freude. Im Anschluss an das Spiel überraschte der Samichlaus das Team in der Maihofhalle. Und dieser hatte zwar keine «Second Chance Points», dafür aber das eine oder andere Geschenksäckli mit dabei.

 

Bericht: Daniel Schriber (Der Beitrag erschien am 11.12 in der Luzerner Zeitung)

 

11. Runde: Swiss Central – SAM Massagno 66:82. – Samstag: Lugano Tigers – Fribourg Olympic 84:64. Lions de Genève – Pully Lausanne 95:73. Vevey Riviera – Boncourt 72:94. Starwings Regio Basel – Monthey 64:83. Union Neuchâtel – Winterthur 108:72.

Rangliste (alle 11 Spiele): 1. Fribourg Olympic 20. 2. Lugano Tigers 18. 3. Lions de Genève 18. 4. Union Neuchâtel 14. 5. SAM Massagno 14. 6. Boncourt 12. 7. Pully Lausanne 8. 8. Swiss Central 8. 9. Monthey 8. 10. Starwings Regio Basel 6. 11. Vevey Riviera 2. 12. Winterthur 2.

Swiss Central – Massagno 66:82 (34:36)

Maihofhalle. – 400 Zuschauer. – Swiss Central: Lehmann (10), Chatman (19), Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius (11), Stallkamp, Mandic, Plüss (14), Thompson (12). – Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt).

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