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Fribourg - SCB: Ab 17.30 Uhr im Livestream

 

8 Spiele, 8 Siege: Mit Fribourg Olympic Basket wartet heute das unangefochtene Spitzenteam der Swiss Basketball NLA auf SCB (Rang 7). Mit dem sensationellen Sieg gegen den BBC Monthey haben unsere Jungs eine gehörige Ladung Selbsvertrauen getankt – aber ob das für einen Auswärtssieg gegen Dusan Mladjan, Chad Timberlake, Natan Jurkovic und Co. reicht? Ab 17.30 Uhr finden wir es heraus. Let's go Central!

Swiss Central bodigt den Meister spektakulär

Swiss Central schlägt Monthey mit einer überragenden Leistung 81:80. Der Amerikaner Austin Chatman sorgt neun Sekunden vor Schluss mit einem Glanzwurf für die Entscheidung.

 

Bild: E. Rea/reamedien.ch

 

Es waren nur wenige Zuschauer, die gestern Abend den Weg in die Luzerner Maihofhalle fanden. Klar, Spiele unter der Woche sind bei den Fans nicht sonderlich beliebt. Kommt hinzu, dass auch die Erfolgsaussichten von Swiss Central Basket vor dem Spiel nicht wirklich gross waren. Zu Gast war der BBC Monthey – der aktuelle Schweizer Meister. Ein Sieg gegen die Walliser Profi-Truppe? Nein, damit rechneten wohl nicht einmal die grössten Optimisten unter den SCB-Fans. Und auch die Monthey-Stars glaubten wohl nicht ernsthaft daran, dass ihnen zwei amerikanische Profis, ein Litauer (der 100 Prozent arbeitet) sowie sieben Schweizer Amateure auf Seiten von Swiss Central ernsthaft gefährlich werden könnten.

Doch es kam anders. Und wie. Swiss Central machte am Dienstagabend nicht nur beste Basketballwerbung – der Verein sorgte auch für eine der grössten Überraschungen der bisherigen Meisterschaft. Den Grundstein zum Erfolg legte das Team von Cheftrainer Danijel Eric bereits in den ersten Minuten. Nach zwei Minuten führte das Heimteam 12:2, nach 7 Minuten stand es 21:6 – und zum Ende des ersten Viertels führte SCB dank tollen Distanzwürfen von Michael Plüss und Marco Lehmann mit 27:15. Nicht gegen Winterthur, nicht gegen Aufsteiger Vevey, sondern – man kann es nicht genug betonen – gegen einen der grossen Titelfavoriten aus der Romandie.

Emotionen, Spannung und Kampf

Was in den verbleibenden Spielabschnitten folgte, gehörte zum Spektakulärsten, was an einem Basketballspiel in den vergangenen Jahren in der Zentralschweiz zu erleben war.

Technisch war das Spiel zwar nicht immer auf höchstem Niveau – dafür bot das Spiel umso mehr Emotionen, Kampf und Spannung. Spannung deshalb, weil es Monthey – angeführt von Nationalspieler Jonathan Kazadi – im Laufe der Partie langsam aber stetig gelang, den Rückstand aus der Startphase aufzuholen. Als eben dieser Kazadi eineinhalb Minuten vor dem Ende gar zur 78:74-Monthey-Führung traf und im Anschluss SCB-Captain Plüss einen schwierigen Rückwärts-Korbleger verwarf, schien der Traum vom Sensationssieg so kurz vor der Schlusssirene doch noch zu platzen.

Austin Chatman als Matchwinner

Doch dann kam Austin Chatman. Einmal mehr war es der amerikanische SCB-Spielmacher, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort das Richtige tat. Neun Sekunden vor Schluss, beim Spielstand von 78:80, dribbelte sich der 24-jährige Amerikaner an der Dreipunktelinie frei, setzte zum Wurf an – und versenkte den Ball im Netz.

 

 

 

«Ich hätte nicht erwartet, dass ich so frei zum Wurf kommen würde», meinte ein glücklicher Chatman nach dem Spiel. Und weiter: «Solche Würfe übe ich jeden Tag hundertfach. Als sich die Chance kurz vor Schluss ergab, liess ich mir diese nicht nehmen. Zum Glück fiel der Ball rein.» So simpel Austin Chatmans Analyse, so gross seine Leistung: Mit einem Wurf sorgte der herausragende Spielmacher dafür, dass Swiss Central in der Schweizer Basketballszene einmal mehr für spektakuläre Schlagzeilen sorgt.

Bleibt zu hoffen, dass die Zentralschweizer dies beim nächsten Mal vor einem grösseren Heimpublikum tun können.

 

NLA. Nachtragsspiel: Swiss Central – Monthey 81:80 (45:41).

Rangliste: 1. Fribourg Olympic 7/14 (628:482). 2. Lugano Tigers 7/12 (621:477). 3. Lions de Genève 8/12 (645:566). 4. Boncourt 8/10 (620:594). 5. SAM Massagno 7/8 (483:444). 6. Union Neuchâtel 8/8 (645:578). 7. Swiss Central 8/8 (578:653). 8. Pully Lausanne 7/6 (550:557). 9. Monthey 8/6 (603:626). 10. Starwings Regio Basel 7/2 (508:612). 11. Winterthur 7/2 (462:589). 12. Vevey Riviera 8/2 (493:658).

 

Swiss Central – Monthey 81:80 (45:41)

Maihof. – 150 Zuschauer.

Swiss Central Basket: Lehmann 20, Chatman 23, Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius 13, Stallkamp, Mandic, Plüss 8, Thompson 17. – Bemerkungen: Tomic und Fankhauser abwesend (verletzt).

 

 

Es geht Schlag auf Schlag weiter: Bereits morgen Abend steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist der Schweizermeister BBC Monthey! Los gehts um 19.30 Uhr in der Maihofhalle.

BE THERE, BE RED, BE LOUD! 

 

 

 

Die U17 von Swiss Central Basketball bleiben in der nationalen Meisterschaft (Gruppe Ost) das Mass aller Dinge: Dank des tollen Heimsieges über die Lugano Tigers steht das Team von Zoran Popovic auch nach vier Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze (siehe: https://swissbasketball.ch/youth). Nachfolgend einige Highlights vom gestrigen Erfolg gegen Lugano. Viel Spass!

 

Swiss Central: Einbruch im Schlussviertel

 

Lange Zeit sah es so aus, als könnte Swiss Central gegen Pully-Lausanne den ersten Heimsieg holen. Dann aber verliess die SCB-Spieler nicht nur das Glück, sondern auch der Atem.

 

 

 

SCB-Cheftrainer ist keiner, der so schnell die Fassung verliert. Gestern Abend, kurz vor acht Uhr, wirkte er jedoch ungewöhnlich geknickt. Er und sein Team hatten gerade gegen Pully-Lausanne mit 83:90 verloren – und die Niederlage gegen den Tabellenachten schien mehr an Eric zu nagen als man sichs von dem 36-Jährigen gewöhnt ist. Nach einer kurzen Ansprache in der Garderobe schnappte sich Eric seinen Rucksack und verliess die Halle. Dass er sich auch deshalb beeilen musste, weil er an einem Geschäftsanlass erwartet wurde, machte die Sache für Eric kaum leichter. «Diese Niederlage tut sehr weh», meinte der Trainer etwas später per Kurznachricht. Und auch den Spielern, die da und dort noch in der Halle einen Schwatz hielten, war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Kurz: Es war ein bitterer Abend für Swiss Central. Und dabei sah es doch lange Zeit ehr gut aus für das Heimteam.

 

Sechseinhalb Minuten ohne Punkte

 

Nach dem ersten Viertel führte das Heimteam mit 33:29, zur Halbzeit gar mit 55:46. Doch so erfolgreich und treffsicher SCB in der ersten Halbezeit aufspielte, so harzig verlief die zweite Hälfte. Nach drei Vierteln war das Spiel zwar noch ausgeglichen (73:73) – doch das Momentum hatte längst gekippt. Im Schlussabschnitt dauerte es sage und schreibe 6 Minuten und 22 Sekunden bis zu den ersten SCB-Punkten. Pully-Lausanne war nun auf einmal die spielbestimmende Mannschaft und siegte am Ende verdient.

 

Nein, in Sachen Einsatz kann man Swiss Central Basketball mit Sicherheit keinen Vorwurf machen. Das Team von Coach Danijel Eric rannte, kämpfte und ackerte gegen einen physisch starken Gegner über die gesamte Spieldauer. Auffällig jedoch dies: Während der «Foxes»-Coach sieben Spieler mehr oder weniger gleich lange auf dem Feld liess, setzte Danijel Eric primär auf sein Stammquintett. Während Captain Michael Plüss und Flügel Marco Lehmann (beide 38 Spielminuten) nur kurz auf der Bank sassen, musste der individuell herausragende Austin Chatman gar über die komplette Spieldauer ran. Und es war offensichtlich: Am Ende fehlte dem US-Spielmacher und den anderen Stammspielern schlicht und einfach die Kraft, um in den entscheidenden Momenten noch einmal einen Gang hochzuschalten.

 

Lange Zeit zur Erholung bleibt Chatman und seinen Kollegen nicht. Bereits am kommenden Dienstag (19.30 Uhr, Maihof) steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist Schweizermeister Monthey – und damit ein Team, das trotz einem harzigen Saisonstart (Rang 8) zu den Top-Teams der Liga gehört. Spielt SCB so wie gestern in der ersten Halbzeit, muss sich das Team auch gegen Monthey nicht verstecken. Eine (grosse) Überraschung wird aber nur dann zu schaffen sein, wenn das Heimteam in den entscheidenden Momenten über etwas Glück verfügt – und noch wichtiger: über den nötigen Atem.

 

 

NLA, 7. Runde, Samstag, Maihof: 500 Zuschauer

 

Swiss Central – Pully-Lausanne Foxes 83:90 (55:46)

 

SCB: Lehmann 17, Chatman 30, Morandi 3, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius 4, Stallkamp, Mandic, Plüss 12, Thompson 17. Coach: Eric / Mihajlovic. – Die besten Scorer bei Pully Lausanne: Cleare 22, Wade 17, Brown 15. Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt)

 

 

Bericht: Daniel Schriber

Rolf Stallkamp lebt zweiten Basketballfrühling

 

Vor viereinhalb Jahren gab Rolf Stallkamp seinen Rücktritt vom Spitzensport. Nun geht der 38-Jährige mit Swiss Central Basketball unverhofft in der NLA wieder auf Korbjagd.

 

 

Manchmal fühle es sich surreal an, fast wie ein Traum. Rolf Stallkamp sitzt im Luzerner Café Parterre und lächelt. Dass alles kein Traum ist, spürt der 2-Meter-Mann jeweils nach dem Aufstehen, dann, wenn er am Abend zuvor in der Halle stand und mit dem NLA-Team von Swiss Central Basketball trainierte. «Der Körper schmerzt nicht nur mehr, er braucht auch deutlich länger, um sich zu erholen», erzählt er. Kein Wunder: Stallkamp ist nicht mehr 20 oder 25 Jahre alt, wie die meisten seiner Teamkollegen – sondern 38. Nächsten Monat feiert er seinen 39. Geburtstag. Auch das sei, so Stallkamp schmunzelnd, irgendwie surreal.

Vom Trainingspartner zum Mitspieler

Wie aber kommt es, dass der langjährige NLB-Spieler (STV Luzern, Swiss Central Basketball) nach seinem Rücktritt im Frühling 2013 nun auf einmal wieder auf dem Basketballfeld steht – und dort unlängst seine ersten NLA-Punkte überhaupt erzielte? Basketball hatte Stallkamp in den vergangenen vier Jahren schliesslich – wenn überhaupt – nur zum Spass beim Zweitligisten BC Buchrain-Ebikon gespielt.

Ein Grund für das unverhoffte Comeback in der höchsten Liga liegt in der dünnen Personaldecke der SCB-Equipe. Nachdem Anfang Saison gleich mehrere Spieler verletzt ausfielen, fehlten SCB-Coach Danijel Eric nicht nur an den Spielen, sondern auch im Training das nötige Personal. Diese Notsituation führte dazu, dass Stallkamp irgendwann einen Anruf von seinem langjährigen Freund und Basketball-Weggefährten erhielt. Danach führte eins zum anderen: Statt vor dem Fernseher verbrachte Stallkamp seine Feierabende in der Sporthalle. Und statt am Wochenende wandern zu gehen, reiste der leitende Psychologe des Luzerner Kantonsspitals fortan mit seinen Teamkollegen durch die Schweiz.

Wertvolle Erfahrung auf und neben dem Platz

Sein Debüt gab Rolf Stallkamp beim ersten SCB-Auswärtssieg vom 22. Oktober gegen die Starwings Regio Basel. Der gross gewachsene Flügelspieler nutzte seine acht Spielminuten optimal und warf vier Punkte (bei 2 von 3 Wurfversuchen). Ausserdem war bereits während seines ersten Einsatzes spürbar, dass Stallkamp seinem Team mehr bringt als nur ein paar Punkte. Als sein amerikanischer Teamkollege Eric Thompson (24; 2,03 m) nach einem Foulpfiff gegen den Schiedsrichter wetterte, war es der 38-jährige Neuzugang, der seinen Kameraden zu beruhigen wusste und ihn so vor einem «technischen Foul» bewahrte. Diese Qualitäten, die eben nur Spieler mit einer gewissen Erfahrung haben können, weiss auch Danijel Eric zu schätzen. «Rolf Stallkamp verfügt über wertvolle Erfahrung und hilft uns mit seiner besonnenen Art, auch in hektischen Situationen Ruhe zu bewahren – und das nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Spielerbank.»

Richtige Entscheidung getroffen

Wer mit Stallkamp spricht, der spürt, dass ihm das Comeback Freude bereitet. «Zuerst war ich unsicher – auch wegen meiner Rückenprobleme, die mich in der Vergangenheit vielfach plagten. Doch mittlerweile bin ich überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.» Auch sein Umfeld habe ihn darin bestärkt, das «Abenteuer NLA» zu wagen – 38 Jahre hin oder her. Nach der Bekanntgabe seines Comebacks habe er viele Gratulationen erhalten. Schade sei nur, dass er bisher nur in fremden Hallen hätte spielen können. Damit ist Schluss. Morgen Samstag läuft er gegen Pully-Lausanne erstmals in der heimischen Halle auf. «Ich kann es kaum erwarten», sagt Rolf Stallkamp. Spätestens am Sonntagmorgen wird er spüren, dass auch dieses Spiel kein Traum war.

 

Text: Daniel Schriber

Foto: Nadja Schärli, Luzerner Zeitung

 

Hinweis

Samstag. Programm (Maihofhalle, Luzern). Männer, NLA: Swiss Central – Pully-Lausanne (18.00). – U17 National: Swiss Central – Lugano (15.00). Vor dem NLA-Spiel Aufritt einer Trychler-Gruppe.

 

 

 

 

Am Samstag warten in der Maihofhalle gleich zwei Basketball-Highlights auf die Zuschauerinnen und Zuschauer: Um 15.00 Uhr treffen die U16-Schweizermeister von Swiss Central im Spitzenspiel der nationalen U17-Meisterschaft auf die Lugano Tigers (Eintritt frei) ab 18.00 Uhr kämpft das NLA-Team gegen die Pully Lausanne Foxes um den ersten Heimsieg der Saison. Vor dem NLA-Spielbeginn werden zudem schaurig-heimelige Klänge aus der Urschweiz die Maihofhalle erschüttern und unseren welschen Gästen einen gebührenden Empfang bereiten. Wir freuen uns!

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