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Zum Abschluss der zweiten Meisterschaftsrunde trifft Swiss Central am Sonntag, 4. März 2018, auswärts auf Massagno. Das Spiel wird ab 16.00 Uhr im Youtube-Livestream übertragen. Let's go Central!

 

 

Nachfolgend präsentieren wir euch die schönsten Szenen vom gestrigen Krimi gegen den BC Winterthur. Zudem im Interview: Austin Chatman und Laurent Zoccoletti. Im Beitrag erfährt ihr, ob die beiden noch an eine Swiss Basketball Playoff-Qualifikation glauben – und was Laurent mit dem Wein macht, den er als MVP gekriegt hat. LET'S GO CENTRAL!

 

 

SCB siegt nach Herzschlag-Finale

 

 

Er soll mutiger auftreten, forderte SCB-Coach Danijel Erić vor einigen Tagen von Laurent Zoccoletti. «Frecher und entschlossener.» Nun ist klar: Es waren die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt. Der 18-jährige SCB-Forward zeigte gegen Winterthur seine beste Saisonleistung. In 28 Minuten Spielzeit erzielte der «Rookie» 10 Punkte. Klar: US-Spielmacher Austin Chatman zeigte gegen Winterthur ebenfalls eine tolle Partie – und auch Marco Lehmann und Eric Thompson erzielten mehr Punkte. Trotzdem wurde Zoccoletti gestern verdient zum besten Spieler der Partie gewählt. Es war der Lohn für einen starken Auftritt. «Ich habe mir die Worte des Coaches zu Herzen genommen», so ein glücklicher Zoccoletti nach dem Spiel.

 

Glücklich war aber nicht nur der Spieler des Tages. Nach einem Duell, das spannender nicht hätte sein können, siegt SCB hauchdünn mit 77:76.20 Sekunden vor Schluss war das Spiel noch ausgeglichen. Für die Entscheidung sorgte kurz darauf ein Korbleger von Marco Lehmann – der jedoch gar nicht im Korb landete. Weil aber ein Verteidiger unerlaubterweise mit der Hand ans Brett schlug, wurden SCB die beiden Punkte gut geschrieben. Wenig später ertönten sie endlich: Die Schlusssirene – und die Jubelschreie. Der hauchdünne Sieg im Deutschweizer Derby ist für SCB auch deshalb so wichtig, weil die Zentralschweizer damit ihre Chance auf die verbleibenden Playoffplätze am Leben halten. Sechs Spiele bleiben SCB noch, um den 4-Punkte-Rückstand auf Pully-Lausanne aufzuholen. Leicht wird dieses Vorhaben nicht. Aber: Wenn fortan alle SCB-Spieler so frech und entschlossen auftreten wie der 18-jährige Laurent Zoccoletti, scheint auch dieses Ziel erreichbar zu sein.

 

NLA, 21. Runde, Mittwoch, Maihof: 250 Zuschauer

 

Swiss Central – BC Winterthur 77:76 (40:41)

 

SCB:Chatman 25, Morandi, Ganic, Birboutsakis, Zoccoletti 10, Kairavicius 10, Lehmann 15, Stallkamp, Mandic, Plüss, Thompson 17. Coach: Eric / Mihajlovic. – Bemerkungen: Fankhauser abwesend (verletzt)

 

Tabelle NLA(alle 21 Spiele): 1. Fribourg (38 Punkte), 2. Lugano (36) 3. Genf (36), 4. Neuchâtel (24), 5. Monthey (22), 6. Massagno (22), 7. Boncourt (20), 8. Pully-Lausanne (18), 9. Swiss Central (14), 10. Starwings Basel (12), 11. Riviera (6), 12. Winterthur (4).

Laurent Zoccoletti ist auf dem richtigen Weg

 

Laurent Zoccoletti gehört zu den Entdeckungen bei Swiss Central. Um den Durchbruch in der NLA zu schaffen, braucht der 18-Jährige nebst seiner Grösse und Spielintelligenz noch eine zusätzliche Portion Mut. Am Mittwoch, 28. Februar, treffen Laurent und seine Teamkollegen auf den BC Winterthur. Los geht's um 19.30 Uhr in der Maihofhalle.

 

 

 

Vor einigen Wochen stand für Swiss Central Basketball (SCB) ein Auswärtsspiel in Genf auf dem Spielplan. Die dreistündige Fahrt in die Calvinstadt ist für SCB immer auch ein bisschen eine Reise in eine andere Basketballwelt. Beim Cupsieger 2017 ist alles ein paar Nummern grösser. Die «Lions» aus Genf haben mehr Erfolg (Rang 2), mehr Zuschauer (1200 pro Spiel), mehr Nationalspieler (sechs) und – natürlich: viel mehr Geld als Swiss Central. Und so erstaunte es auch nicht, dass SCB gegen Genf von Beginn an Mühe bekundete. Geschlagene fünfeinhalb Minuten dauerte es, bis die Gäste aus der Basketball-Provinz endlich ihre ersten Punkte erzielten. Beim Spieler, der dank eines starken «Moves» zum Korb die erlösenden zwei Punkte erzielte, handelte es sich ausgerechnet um den jüngsten Akteur auf dem Platz: Laurent Zoccoletti, 18 Jahre alt.

 

Swiss Central verlor das Spiel gegen Genf am Ende. Und auch Laurent Zoccoletti konnte im Spiel gegen den Cupsieger keine weiteren Akzente mehr setzen. Trotzdem war die Szene zu Beginn des Spiels exemplarisch für die Entwicklung des jungen Spielers. Dank seiner Athletik, seinem Ballgefühl und der bereits vorhandenen Spielintelligenz hat sich Zoccolletti einen festen Platz in der Rotation von SCB-Coach Danijel Eric erarbeitet. Für Zoccoletti ist Swiss Central damit der nächste, wichtige Schritt in seiner Laufbahn. Diese verlief bisher vielleicht nicht so steil wie andere – dafür aber kontinuierlich. Seine ersten Körbe wirft Zoccoletti im zarten Alter von 5 Jahren beim Sportverein Tägerig bei Bremgarten. Nach einigen Jahren «Mini-Basket» wird es im Teenageralter Zeit für den nächsten Schritt: Zoccoletti wechselt nach Zürich und damit zu einem der renommiertesten Ausbildungsvereine der Schweiz. Da Zoccoletti auch mit 14 oder 15 noch zu den kleineren Spielern gehört, wird er als Aufbauspieler und Flügel geschult. «Davon profitiere ich heute noch.»

 

 

Bald mit dem Auto statt mit dem ÖV

Nach erfolgreichen Nachwuchsjahren in Zürich, Nominationen für die U16- und U18-Nationalmannschaften sowie erste Erfahrungen in der 1. Liga National und im NLB-Team von Grasshoppers, wechselt Zoccoletti im vergangenen Sommer von Zürich in die Zentralschweiz. Bereut habe er diesen Entschluss nie. «Als sich die Möglichkeit ergab, NLA zu spielen, wollte ich diese Chance nutzen.» Darüber hinaus habe er sich bei Swiss Central von Anfang willkommen gefühlt. Dass er für seine Trainings mehrmals pro Woche eineinhalb Stunden (pro Weg) mit dem ÖV vom aargauischen Künten nach Luzern pendeln muss, nimmt Zoccoletti in Kauf. «Wenn alles gut läuft, klappt es bald mit der Autoprüfung», sagt Zoccoletti.

Was für Zoccolettis Laufbahn gilt, spiegelt sich auch in dessen Körpergrösse: Es geht langsam, aber kontinuierlich nach oben. Mittlerweile misst der 18-Jährige über 2 Meter – und gehört damit schon lange nicht mehr zu den «Kleinen». Von den Dribble- und Passqualitäten, die er in jüngeren Jahren übermittelt bekam, profitiert er heute noch. Ähnlich wie seine U19-Teamkollegen Haris Jusovic und Nico Rocak besitzt Zoccoletti trotz seiner beachtlichen Grösse echte Spielmacherqualitäten. «Für mich gibt es im Basketball fast nichts Schöneres, als einen tollen Pass zu spielen.»

Warum er heute trotzdem nicht mehr als Spielmacher, sondern primär als «Forward» eingesetzt werde, hat vor allem einen Grund: «Ich bin zu langsam. Wenn ich im Training schnelle Spieler wie Marco Lehmann oder Michael Plüss verteidigen muss, komme ich an meine Grenzen.» Grenzen werden dem 18-Jährigen aber auch unter dem Korb im Zweikampf gegen physisch stärkere Center-Spieler aufgezeigt. Zoccoletti weiss: «Ich muss noch einiges an Muskeln zulegen.» Das bestätigt auch Coach Danijel Eric. Nebst Muskeln brauche Zoccoletti aber auch noch «eine Portion Entschlossenheit und Frechheit». Zoccoletti sei ein «toller Typ», der über grosses Potenzial verfüge. «Aber bis er sich wirklich in der NLA durchsetzen kann, muss er noch viel arbeiten – und das vor allem an seiner Physis, an der Technik und am Wurf.» Dessen ist sich auch Laurent Zoccoletti bewusst.

Trainer: «Zoccoletti muss frecher werden»

«Ich bin noch nicht am Ziel», sagt er. Das vielleicht nicht – aber Laurent Zoccoletti ist definitiv auf dem richtigen Weg. «In den nächsten Jahren will ich zu einem kompletteren Spieler werden.» Noch in den Sternen steht, ob er dies bei Swiss Central tut. «Ich schätze diesen Verein sehr und könnte mir vorstellen, längerfristig hier zu bleiben», sagt Zoccoletti. Aber: Wie viele andere junge Basketballer träumt auch Zoccoletti von einem Engagement in den USA. Würde ihm ein Platz in einem US-College angeboten, würde er diesen kaum ablehnen. «Doch daran denke ich im Moment nicht.»

Viel wichtiger ist Laurent Zoccoletti, dass er mit Swiss Cenral auflaufen darf. Die nächste Chance wird der 19-Jährige morgen bekommen, im Deutschschweizer Derby gegen den BC Winterthur. «Wir brauchen diesen Sieg unbedingt», weiss Zoccoletti im Hinblick auf die herausfordernde Tabellensituation.

 

 

Unsere U17 bleibt in der nationalen Meisterschaft weiter ungeschlagen und gewinnt gegen Meyrin Basket souverän mit 93:70. Die schönsten Szenen des Spiels – jetzt in unserem Youtube-Video.

Let's go Central!

 

 

Das nächste Heimspiel wird ein Schlüsselspiel im Kampf um die verbleibenden Playoff-Plätze!

 

Änderungen im Vorstand von Swiss Central Basketball:
Thomas Müller tritt als Präsident zurück 

 

 

Zentralschweiz, 23. Februar 2018 –  Nach zwei Jahren als Präsident von Swiss Central Basketball wird Thomas Müller (46) an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stehen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.  

Thomas Müller tritt zurück. Der amtierende Präsident informierte den Vorstand von Swiss Central Basketball diese Woche über seinen Beschluss. Der 47-Jährige begründete seinen Entscheid mit seiner starken beruflichen Auslastung als Business Development Manger und Geschäftsleitungsmitglied der AAA Sales & Management AG in Baar, welche eine seriöse Fortführung des Präsidentenamtes verunmögliche. "Es waren zwei spannende Jahre mit vielen positiven Momenten, die ich nicht missen möchte", so der abtretende Präsident. 

Obwohl er sich bereits ab heute mehrheitlich aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird, steht Thomas Müller dem Verein noch bis zur Generalversammlung im Sommer als Präsident zur Verfügung. "Meinem Nachfolger wünsche ich aber jetzt schon alles Gute, viel Erfolg und Spass im Amt." Wer das SCB-Präsidium künftig übernehmen wird, ist offen. Erste Gespräche mit potenziellen Nachfolgern sollen in den nächsten Tagen geführt werden.  

Swiss Central Basketball bedankt sich bei Thomas Müller für seine geleistete Arbeit und wünscht ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.

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