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Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Und dann gibt es Dinge, die noch viel wichtiger sind. Lieber Samichlaus, die ganze SCB-Familie hat sich riesig über deinen gestrigen Besuch gefreut! Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die ihren Teil zum Erfolg der diesjährigen Weihnachtsfeier 2017 beigetragen haben – und nochmals ein grosses, herzliches HAPPY BIRTHDAY an SCB-Grillchef Jasmin Ganjic!

 

 

Während 30 Minuten ist das Spiel zwischen Swiss Central und Massagno ausgeglichen. Weil sie immer wieder zweite Wurfchancen erhalten, gewinnen die Tessiner am Ende dennoch deutlich.

 

Foto: Manuela Jans-Koch, LZ

 

Wie in jeder anderen Sportart gibt es auch im Basketball viele Statistiken, anhand deren sich der Verlauf eines Spiels analysieren lässt. Die Wurfquote ist eine davon, die Anzahl Ballverluste eine andere. Eine weitere aussagekräftige Statistik beschäftigt sich mit den sogenannten «Second Chance Points» – mit jenen Punkten also, die ein Team erst nach dem zweiten oder gar dritten Wurfversuch erzielt. Es sind Punkte, welche die meisten Trainer zur Weissglut bringen – denn schliesslich geht ihnen häufig ein verpasster Rebound vom Ring voraus.

Den Spielern von Swiss Central gelangen im gestrigen Spiel gegen Massagno nur gerade zwei «Second Chance Point». Bei den Tessinern waren es 23. Als logische Folge entschied Massagno auch die Rebound-Statistik (46:22) deutlich für sich. «Rebound-Arbeit hat nicht nur mit Kampf, sondern auch mit Timing und Konzentration zu tun», so SCB-Captain Michael Plüss. Gegen Massagno mangelte es den SCB-Spielern vor allem an Letzterer. Die Tessiner wiederum nahmen die Geschenke unter dem gegnerischen Korb dankend an.

Einbruch im Schlussviertel

Die neuerliche Niederlage ist aus SCB-Sicht auch deshalb ärgerlich, weil das Spiel auch ganz anders hätte enden können: Über weite Strecken des Spiels sahen die Zuschauer in der Maihofhalle gestern ein Duell auf Augenhöhe. Zwar gelang den Tessinern ein ­etwas besserer Start (18:13 nach dem ersten Viertel) – in den folgenden zwei Abschnitten aber gelang es dem Heimteam, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nach drei Vierteln lautete der Punktestand 55:56. «Zu diesem Zeitpunkt hätten wir den Sack zumachen müssen», so der enttäuschte SCB-Captain.

Wie schon bei der Heimniederlage vom vergangenen Mittwoch gegen Neuchâtel erfolgte der Einbruch von Swiss Central innert kürzester Zeit. Während das Heimteam mit einem Mini-Rückstand ins Schlussviertel startete, stand es eine Minute und acht Sekunden später auf einmal 55:65. Dass die Vorentscheidung zu Stande kam, lag einerseits an den individuellen Fehlern im Angriffsspiel, andererseits an der nahezu perfekten Wurfausbeute auf der anderen Seite.

Mit vier Siegen aus den ersten elf Spielen steht SCB aktuell auf Rang 9. Es ist eine gute Zwischenbilanz für das Team von Danijel Eric – denn schliesslich darf nicht vergessen werden, dass SCB in dieser Saison nur über zwei Profispieler verfügt.

Tessiner mit einem Profi mehr auf dem Feld

Bei Massagno standen gestern fast während der gesamten Spielzeit drei ausländische Profis gleichzeitig auf dem Feld. Ein weiterer folgte immer dann von der Bank, wenn einer der Kollegen eine kurze Pause benötigte. Von solchen Verhältnissen kann SCB nur träumen. «Unser Kader ist weniger breit, weshalb sich gegen Ende eines Spiels häufiger Fehler einschleichen», so Plüss. Oft seien es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten, so der Captain, «und genau an diesen werden wir auch in Zukunft weiterarbeiten».

Übrigens: Trotz der frustrierenden Niederlage gegen Massagno gab es gestern Abend auch für Plüss und seine Teamkollegen noch Grund zur Freude. Im Anschluss an das Spiel überraschte der Samichlaus das Team in der Maihofhalle. Und dieser hatte zwar keine «Second Chance Points», dafür aber das eine oder andere Geschenksäckli mit dabei.

 

Bericht: Daniel Schriber (Der Beitrag erschien am 11.12 in der Luzerner Zeitung)

 

11. Runde: Swiss Central – SAM Massagno 66:82. – Samstag: Lugano Tigers – Fribourg Olympic 84:64. Lions de Genève – Pully Lausanne 95:73. Vevey Riviera – Boncourt 72:94. Starwings Regio Basel – Monthey 64:83. Union Neuchâtel – Winterthur 108:72.

Rangliste (alle 11 Spiele): 1. Fribourg Olympic 20. 2. Lugano Tigers 18. 3. Lions de Genève 18. 4. Union Neuchâtel 14. 5. SAM Massagno 14. 6. Boncourt 12. 7. Pully Lausanne 8. 8. Swiss Central 8. 9. Monthey 8. 10. Starwings Regio Basel 6. 11. Vevey Riviera 2. 12. Winterthur 2.

Swiss Central – Massagno 66:82 (34:36)

Maihofhalle. – 400 Zuschauer. – Swiss Central: Lehmann (10), Chatman (19), Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius (11), Stallkamp, Mandic, Plüss (14), Thompson (12). – Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt).

Schade! Swiss Central Basketball spielt gegen SAM Basket Massagno 30 Minuten toll mit – und kassiert dann zum Start ins vierte Viertel neun Punkte in einer Minute. Im Video-Interview äussert sich Captain Michael Plüss zur enttäuschenden Niederlage gegen Massagno. Ein ausführlicher Matchbericht folgt am Montag.

 

 

 

NLA, 11. Runde, Sonntag, Maihof: 400 Zuschauer

 

Swiss Central – SAM Massagno 66:82 (34:36)

 

SCB: Lehmann 10, Chatman 19, Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius 11, Stallkamp, Mandic, Plüss 14, Thompson 12. Coach: Eric / Mihajlovic. – Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt)

Thompsons Parallelen zu Jordan 

 

 

Wegen seines Übergewichts schaffte es Eric Thompson als Teenager nicht ins Kader seines Schulteams. Gegen Massagno zählt der 24-jährige Amerikaner zu den Schlüsselfiguren bei Swiss Central.

 

Obwohl er seine glanzvolle Karriere schon vor einigen Jahren beendet hat, gilt Michael Jordan noch immer als bester Basketballspieler der Geschichte. Kein Wunder: Nebst sechs NBA-Meisterschaften mit den Chicago Bulls holte sich «Air Jordan» zwei Goldmedaillen an Olympischen Spielen sowie zahlreiche individuelle Auszeichnungen. Was aber viele nicht wissen: In jungen Jahren waren längst nicht alle von Jordans Qualitäten überzeugt. In der 10. Klasse schaffte er nicht einmal den Sprung in seine Schulmannschaft. Und diese Tatsache führte zu Eric Thompson – dem Center von Swiss Central Basketball.

 

Jordan und Thompson mögen sich unterschiedlichen Basketballsphären bewegen – eines aber haben beide gemeinsam: Auch Thompson schaffte es als Teenager nicht ins Kader seines Schulteams. Der Grund: Der schon damals gross gewachsene Kalifornier war übergewichtig und ganz einfach «nicht sportlich genug», wie er erzählt. Das änderte sich erst im «Senior-Year», dem vierten und letzten Schuljahr. Nach einem langen Sommer voller Konditions- und Fitnesstrainings war Thompson nicht mehr nur gross, sondern auch fit und kräftig. Das bemerkte auch sein Highschool-Coach, der Thompson sogleich zum Stammspieler beförderte. «Damals habe ich zum ersten Mal erfahren, dass man mit harter Arbeit fast alles erreichen kann», sagt Thompson mit einem Lachen im Gesicht.

 

Wichtige Präsenz unter dem Korb

Heute wiegt der 24-jährige Amerikaner stattliche 112 Kilogramm. Sein Körper besteht nun aber hauptsächlich aus Muskeln und nicht aus Fett wie in jungen Jahren. Gewicht und Muskeln weiss Thompson optimal einzusetzen. Ähnlich wie Rhamel Brown im vergangenen Jahr geht Thompson im Trikot von Swiss Central Basket fast immer dorthin, wo es wehtut – unter den Korb nämlich. Dort sorgt er nicht nur für Punkte (16,2 pro Spiel), sondern auch für die nötige Präsenz in der Verteidigung. Bei den Rebounds weist Thompson mit 12,1 Stück pro Spiel gar den zweitbesten Wert der Liga auf. Nur Jules Aw von Massagno schnappt sich noch mehr Abpraller (13,1) als der Luzerner. Und auf diesen Konkurrenten trifft der SCB-Center morgen Nachmittag in der Luzerner Maihofhalle. «Ich werde alles dafür tun, um dieses Duell für mich zu entscheiden.»

 

Thomson hat noch Luft nach oben

Der 2,03-Meter-Mann ist kein besonders filigraner Spieler – das muss er auf seiner Position aber auch nicht sein. Trotz seines gewaltigen Körpers zögert Thompson nie, für einen umkämpften Ball auf den Boden zu hechten. Diesen Einsatz weiss auch SCB-Coach Danijel Eric zu schätzen. «Er ist ein Kämpfer und war besonders in den vergangenen vier, fünf Spielen äusserst wertvoll für uns.» Gleichzeitig betont der Trainer auch: «Trotz guter Leistungen hat Thomson noch Luft nach oben.» So lasse sich der Center bisweilen zu ungeschickten Fouls hinreissen. Und da im Basketball nur fünf Fouls pro Spieler erlaubt sind, führte dies dazu, dass Thompson in vergangenen Spielen auch schon frühzeitig auf der Bank Platz nehmen musste. «Wenn er noch etwas intelligenter spielt und an den Kleinigkeiten arbeitet, kann er noch ein wertvollerer Spieler werden», ist Eric überzeugt.

Eine Tatsache jedoch scheint jetzt schon klar: Aussortiert wird Eric Thompson bei Swiss Central bestimmt nicht.

 

Hinweis

Männer, NLA. Sonntag: Swiss Central – Massagno (16.00, Maihofhalle, Luzern. – Vorspiel, U17 National: Swiss Central – Massagno (13.00).

 

Bericht: Daniel Schriber (Luzerner Zeitung, 9.12.17)

Eric Thompson und Coach Danijel Erić äussern sich zur  62:86-Heimniederlage gegen Union Neuchâtel Basketball.

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ZU DEN KOMPLETTEN SPIELSTATISTIKEN

Einbruch in der zweiten Halbzeit –

SCB verliert gegen Neuchâtel mit den 62:86

 

Die Spieler von Swiss Central haben schon häufig bewiesen, dass sie gegen Spitzenteams mithalten und sogar gewinnen können. Heute sah es zumindest während 18 Minuten so aus, als wäre auch gegen Union Neuchâtel eine Überraschung möglich. 33:35 zeigte die Anzeigetafel kurz vor der Pause. Nach einem beeindruckenden Zwischenspurt der Gäste lautete das Score jedoch nur vier Spielminuten später 35:52. In der zweiten Halbzeit kam SCB nie mehr auf Touren und verlor das Spiel am Ende deutlich. 

 

Stimmen zum Spiel folgen. 

 


NLA, 10. Runde, Mittwoch, Maihof: 200 Zuschauer

 

Swiss Central – Union Neuchâtel 62:86 (35:44)

 

SCB: Lehmann 11, Chatman 14, Morandi, Birboutsakis, Zoccoletti 3, Kairavicius 6, Stallkamp, Mandic 1, Plüss 8, Thompson 19. Coach: Eric / Mihajlovic. – Die besten Scorer bei Neuchâtel: Taylor, Savoy, Spencer (alle 18). Bemerkung: Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt)

Die «englische Woche» unsere NLA-Teams, die aktuellen Erfolge unserer Junioren wosiwe spannende Hintergrundstorys rund um Swiss Central Basketball: Das und mehr gibts in der ersten Ausgabe von BE RED – dem offiziellen Newsletter von Swiss Central Basketball.

 

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