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Am Samstag, 17. Februar, trifft Swiss Central auswärts auf Union Neuchâtel. Ab 18.00 Uhr gibt's das Spiel im Youtube-Livestream zu sehen:

 

Die weltberühmten  Harlem Globetrotters sorgtenfür Begeisterung: Herzlichen Dank an ProBasket, die beiden Kompetenzzentren Luzern und Aargau und an alle Helferinnen und Helfer, die diesen tollen Event ermöglicht haben. Die schönsten Szenen aus Luzern: Jetzt im Video!

Und nicht vergessen: Youtube-Channel subscriben!

 

Basketballfans aufgepasst: Die Harlem Globetrotters sind am kommenden Freitag zu Gast in Luzern! 

Bevor die gesamte Formation der weltbekannten Showtruppe am 26. März  im Hallenstadion Zürich zu sehen sein wird, kommen zwei der Spieler am nächsten Freitag in die Schweiz. Tagsüber verwandeln sie in Regensdorf den Sportunterricht für ca. 350 Schüler/innen zu einer einzigartigen Showbühne.   Gegen Abend geht es dann weiter in die Wartegghalle nach Luzern, wo die Stars aus Übersee ein U15-Spiel der beiden «Probasket»-Kompetenzzentren Aargau und Luzern besuchen werden. Die Foto-Session mit «Swish Young» und «Dragon Taylor» im Anschluss darf natürlich nicht fehlen. Ein sportliches Highlight mit leuchtenden Augen ist garantiert! 

FREITAG, 19.30 UHR, WARTEGG. EINTRITT FREI! 

 

Ein Spiel «wie Tag und Nacht»

 

Nach 20 Minuten führt Swiss Central völlig überraschend gegen Leader Fribourg. Dann aber folgt der Kompletteinbruch – und am Ende eine deutliche 68:93-Niederlage. 

 

 

Das Duell zwischen Swiss Central (Rang 10) und Tabellenführer Fribourg Olympic war ein Spiel in drei Akten. Zum Auftakt erfüllte der Rekordmeister seine Favoritenrolle wie erwartet. 9:19 lautete der Punktestand nach den ersten fünf Minuten – und damit schien der Rüüdige Samstag für Swiss Central vor allem eines zu werden: «rüüdig» bitter. 

 

Wenig später folgte der zweite Akt und damit die überraschende Wende. In den verbleibenden 15 Minuten der ersten Halbzeit lief es dem Heimteam auf einmal rund. Mehr als das: SCB verteidigte bärenstark und erzielte vorne immer wieder spektakuläre Punkte. Und auch das Glück war auf der Seite des Heimteams: Zum Ende des ersten und des zweiten Viertels gelang es SCB gleich zweimal mit der Schlusssirene zu punkten. «Ich war selber überrascht, was uns während dieser Phase alles gelang», sagte Marco Lehmann (15 Punkte). Der Schlüssel zum Lauf? «Wir haben sehr schnell gespielt und Fribourg damit aus der Fassung gebracht.» In der Tat: Während Fribourg-Coach Petar Aleksic in mehreren Time-Outs seine Spieler zusammenstauchte, rieben sich die SCB-Fans auf den Rängen die Augen. Was ihre Mannschaft zwischen der fünften und der zwanzigsten Minute zeigte, war eine allererste Klasse – oder um beim fasnächtlichen Vokabular zu bleiben: rüüdig verreckt. Sollte es tatsächlich zu einer grossen Überraschung kommen? 

 

Fribourg dominiert die zweite Hälfte 

 

Dritter Akt – der Einbruch: Er habe sein Team vor der Reaktion des Leaders gewarnt, sagte SCB-Coach Danijel Eric nach dem Spiel. Es nützte nichts. Fribourg dominierte das Heimteam im dritten Viertel nach Belieben. Nach kurzer Zeit war das Spiel ausgeglichen – und nach zehn gespielten Minuten wurde für aus der 5-Punkte-Führung ein 16-Punkte-Rückstand. Die Fribourger Profis entschieden das dritte Vierte gleich mit 27:8 zu ihren Gunsten. 

 

SCB-Flügel Lehmann spricht von einem Spiel «wie Tag und Nacht». «So dürfen wir nicht auftreten.» Wie aber erklären er sich den Kompletteinbruch im dritten Viertel? «Anstatt unser schnelles Spiel weiterzuspielen, haben wir Tempo rausgenommen. Im ‚geordneten’ Spiel ist Fribourg aber deutlich stärker als wir.» Vielleicht habe seinem Team auch die nötige Energie gefehlt, um mit der intensiven Pace des Leaders mitzuhalten. Das vermutete auch SCB-Coach Eric: «Das tiefe Fribourg-Kader besteht fast ausschliesslich aus Profis, die zwei Mal täglich trainieren. Es wäre überraschend, wenn sie uns physisch nicht überlegen wären», so Eric.  

 

Natürlich war Eric enttäuscht über die deutliche Niederlage. «Wir hatten in der ersten Hälfte wirklich gute Phasen.» An diesen positiven Szenen will der Trainer auch im Hinblick auf die kommenden Spiele festhalten. Will SCB im Kampf um die verbleibenden Playoff-Plätze ein ernstes Wort mitreden, sind in den nächsten Spielen gegen Neuchâtel, Winterthur und Massagno zwei oder gar vier Punkte Pflicht. «Um das zu schaffen, müssen wir jedoch konstanter spielen», so Marco Lehmann. Idealerweise so, wie im zweiten Akt gegen Fribourg. 

 

NLA, 20. Runde, Samstag, 300 Zuschauer

 

Swiss Central – Fribourg Olympic 68:93 (49:44)

 

SCB: Chatman 9, Morandi, Ganic, Tomic 5, Birboutsakis, Kairavicius 3, Thompson 16, Lehmann 15, Ganic, Stallkamp 8, Mandic 6, Plüss 6. Coach: Eric / Mihajlovic. – Bemerkungen: Zoccoletti abwesend (krank) 

 

 

 

Rüüdiger Fasnachts-Spezialeintritt

Wer am Samstag verkleidet, geschminkt oder maskiert ans Spiel gegen Fribourg Olympic Basket erscheint, kommt zum Spezialpreis von 5.- rein. Um 18 Uhr geht's los gegen den Rekordmeister.

LET'S GO CENTRAL – AUCH AN DER FASNACHT!

 

 

Nach einer längeren Pause heisst es heute wieder: Game Time! SCB (Rang 9) ist zu Gast bei den Pully Lausanne Foxes. Diese stehen aktuell auf Platz 8 – und damit auf dem letzten Playoff-Platz. Ein wichtiges Spiel für beide Teams. Um 17.30 Uhr geht's los in Lausanne – und im Live-Stream. Daumen drücken & Let's go Central!

 

 

Dieses Duo gibt's nur im Doppelpack

 

Die Zwillinge Mirza und Mirnes Ganic gehen gemeinsam bei Swiss Central auf Korbjagd. Am liebsten würden die beiden 16-Jährigen für den Rest ihrer Karriere zusammen spielen.

 

 

Manchmal, wenn Zoran Popovic unzufrieden ist, nimmt der Nachwuchstrainer von Swiss Central Basketball ein Time-out. Eine Minute hat er dann jeweils Zeit, um seine Spieler auf Fehler hinzuweisen und neue Spielzüge anzusagen. Die Zeit ist knapp, die Hektik gross – und dann passiert’s wieder mal: Der Coach staucht den falschen der Ganic-Brüder zusammen. Mirnes und Mirza Ganic lachen. Die Zwillinge sind es gewohnt, verwechselt zu werden. Nicht nur von ihrem Trainer, sondern – zum Beispiel – auch von Lehrern und Kollegen.

Natürlich sind auch die Gegner verwirrt, wenn sie gegen die Brüder antreten müssen. «Es kam schon häufiger vor, dass einer von uns ungedeckt war, während der andere von zwei Spielern verteidigt wurde», erzählt Mirnes. Das mag ein Vorteil sein – aber natürlich ist es nicht der Grund, weshalb die beiden SCB-Spieler seit einigen Monaten zum erweiterten Kader der U18-Nationalmannschaft gehören. Die beiden sind vielleicht nicht zwei Meter gross, wie manche ihrer Mitspieler. Vielleicht sind sie auch (noch) nicht so treffsicher oder schnell wie andere. Und trotzdem haben sie massgeblich dazu beigetragen, dass ihre Teams (SCB U17/U20) dieses Jahr noch ungeschlagen sind.

 

Mehr «Action» als beim Fussball

Angefangen hat alles mit einer Probelektion in der Primarschule. Von diesem Tag an kriegten die beiden nicht mehr genug von dem Spiel. Zwar waren sie zuerst als Fussballer aktiv – doch als sie sich vor dem Eintritt in die Sportschule Kriens für eine Sportart entscheiden mussten, brauchten sie nicht lange zu überlegen. «Basketball bietet einfach viel mehr Action», sagt Mirza. Nachdem die Brüder in der Basketballschule Kriens die Grundlagen des Sports erlernten, erfolgte später der Wechsel zum Stützpunktverein Swiss Central. Dort trainierten sie fortan fast täglich.

«Sie geben immer hundert Prozent und zwingen ihre Gegner dank ihrer aufsässigen Verteidigung immer wieder zu Ballverlusten», lobt Zoran Popovic, Nachwuchscoach von Swiss Central. Auch in der Offensive kann der Trainer stets auf die Brüder zählen – und genau deshalb hat er die beiden auch gemeinsam ins Captain-Amt ernannt. «Sie haben keine Angst, Verantwortung zu übernehmen.» Der ehemalige Profispieler ist überzeugt: «Die beiden können sehr gute Spieler werden.» Daran glauben auch die beiden Spieler selbst. «Basketball ist viel mehr als nur ein Hobby für mich. Ich könnte nicht ohne diesen Sport sein», sagt Mirza Ganic. Die Brüder schwärmen jedoch nicht nur von der Sportart an sich, sondern auch von ihrem Team. «Es ist wie eine Familie. Wir sind nur deshalb erfolgreich, weil wir uns immer gegenseitig unterstützen.» Gleichzeitig wissen die beiden auch, dass es im Leben noch mehr als Basketball gibt. Derzeit besuchen beide das 10. Schuljahr in Luzern. Bald werden sie die Aufnahmeprüfung für die Fachmittelschule FMS absolvieren. Sollte es damit nicht klappen, könnten sie sich vorstellen, eine Lehre zum Fachmann Betreuung zu absolvieren.

 

Auf dem Feld verstehen sie sich blind

Wer sich eine Weile mit Mirza und Mirnes Ganic unterhält, der merkt: Diese beiden Brüder gehen zusammen durch dick und dünn. Und das nicht nur, aber vor allem auch auf dem Spielfeld. «Wir verstehen uns blind und wissen stets, wo der andere gerade steht», sagt Mirza. Als sein Bruder mal verletzungsbedingt fehlte, sei dies «ein komisches Gefühl» gewesen. Und was, wenn die beiden irgendwann getrennte Basketball-Wege gehen sollten? «Möglich ist das schon», sagt Mirnes – um nach kurzer Bedenkzeit schmunzelnd zu ergänzen: «Aber das Team ist definitiv besser dran, wenn wir beide dabei sind.»

 

Die Eltern sind die grössten Fans

Auf ihre Ziele und Wünsche angesprochen, sagt Mirza das, was wahrscheinlich Millionen junge Basketballer auf der ganzen Welt antworten würden: «Die NBA. Das ist mein grosser Traum.» Falls es nicht zu einem Engagement in der besten Basketball­liga der Welt reicht, «so wäre es zumindest toll, von Basketball leben zu können». Sollten die beiden dieses Ziel irgendwann tatsächlich erreichen, ist auch schon klar, wer sie in der ersten Reihe als Fans unterstützen wird: «Unsere Eltern verpassen schon jetzt kein Spiel», sagt Mirnes. Während Vater Jasmin fast jedes Spiel mit der Kamera aufnimmt und seine Söhne auch mal kritisiert, wünscht sich Mutter Enisa primär, dass die beiden Spass haben und gesund bleiben. «Unsere Eltern sind definitiv unsere grössten Fans», so Mirza.

Übrigens: Coach Zoran Popovic verwechselt die beiden Zwillinge heute nicht mehr so oft wie früher. «Er hat sich angewöhnt, während der Time-outs auf unsere Schuhe oder unsere Trikotnummern zu schauen», sagt Mirnes Ganic und lacht herzhaft.

 

Beitrag: Daniel Schriber (Dieses Portrait erschien am 30.1.18 in der Luzerner Zeitung)

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